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Saint Lucia – Die wilde Schöne

Saint Lucia zieht einen unwillkürlich in ihren Bann. Diese Insel ist wie eine Naturgewalt,
voller intensiver Farben, Gerüche und Geräusche. Üppige Natur trifft auf kreolische Lebensfreude,
Abenteuer im Tropenwald auf spektakuläre Tauchreviere unter Wasser, Entdeckergeist auf Entspannung in den Wellnessoasen der Luxusresorts, Street Cuisine auf Haubenküche.
Eine Insel, die unvergessliche Eindrücke beschert.
 

 

Ein Saint-Lucia-Trip ist nicht vollständig, ohne die beiden magischen Vulkankegel Petit und Gros Piton gesehen zu haben. Majestätisch ragen sie an der Südwestküste knapp 800 Meter steil aus dem Meer auf, umgeben von einem Naturschutzgebiet, das 2004 zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärt wurde. Sie sind das Erste, wonach man schaut, wenn man Saint Lucia anfliegt, und gehören zu den meistfotografierten Motiven der Karibik.

 

Es gibt sie, diese Orte, deren Namen spontane Sehnsucht und ein Dort-will-ich-einmal-gewesen-sein-Gefühl bei mir auslösen. Saint Lucia gehört definitiv dazu. Seit ich vor einigen Jahren den Film„Waters“ gesehen habe, eine legendäre britische Comedy mit dem jungen Michael Caine in der Hauptrolle, dachte ich: „Wow“, ist das herrlich dort. So grün, so wildromantisch, so eine Welt für sich. So ganz besonders eben. Hauptdrehort dieser Farce auf das Verhalten britischer Kolonisten war Soufrière auf Saint Lucia, eine Bucht ganz in der Nähe der berühmten Pitons. Majestätisch ragen sie an der Südwestküste knapp 800 Meter steil aus dem Meer auf, umgeben von einem Naturschutzgebiet, das 2004 zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärt wurde. Sie sind das Erste, wonach man schaut, wenn man Saint Lucia anfliegt. Die beiden magischen Vulkankegel Petit und Gros Piton gehören zu den meistfotografierten Motiven der Karibik, sind das Wahrzeichen Saint Lucia’s und mit einer der Gründe, warum diese Insel so einzigartig ist. In knapp zwei Stunden kann man ihren Gipfel erwandern, jede Bootstour führt an ihnen vorbei, die besten Hotels sind mit Blick auf sie ausgerichtet, die Unterwasserwelt in ihrer Umgebung ist der Hotspot für Taucher und Schnorchler, kurzum, ohne sie wäre Saint Lucia nicht Saint Lucia. Obwohl, zu sehen gibt es auch sonst noch einiges. Allein in der Umgebung von Soufrière finden sich drei der Hauptattraktionen der Insel. Per Taxi gelangen wir zum Tet Paul Nature Trail, wo uns Jasper, der Guide, mit einem „Ca ka fete? Comment y e?“, was so viel wie „Was steht an“, Wie gehts“ bedeutet, begrüßt.
Kreol ist immer noch sehr präsent, kein Wunder, war Saint Lucia jahrhundertelang Spielball zwischen Frankreich und England. Heute ist es Teil des britischen Commonwealth und Englisch die Amtsprache. Jasper erzählt uns einiges über die wechselhafte Geschichte und vor allem über die Heilpflanzen und exotischen Bäume entlang des Wanderweges. Immer wieder bieten sich uns spektakuläre Ausblicke, von denen der auf Sugar Beach und die Pitons die eindrucksvollsten sind. Noch mehr kultivierte Natur gibt es im Diamond Botanical Garden – Frangipani, Bougainvilleen, Orchideen, Poinciana, Jasmin, Hibiscus in Hülle und Fülle, dazu ein von unterirdischen Schwefelquellen gespeister Wasserfall, dessen Wasser in Gelb-, Violett- und Grüntönen schimmert. In unmittelbarer Nähe Mineralbäder mit therapeutischer Wirkung, die bereits Ende des 17. Jahrhunderts angelegt worden sind und in denen schon Kaiserin Joséphine I, Ehefrau Napoleons, gebadet haben soll. Das dritte Naturschauspiel der Umgebung, das man auf keinen Fall versäumen sollte, sind die Sulphur Springs. Die Einheimischen sagen „Drive-in-Vulkan“, weil man sich mitten in einem schlafenden Vulkankrater befindet. Aber keine Sorge – der letzte überlieferte Ausbruch war 1766. Der blubbernde Schlamm und die nach faulen Eiern riechenden, dampfenden Tümpel befinden sich an der dünnen Stelle der Kruste des kollabierten Kraters. Wer will, kann anschließend ein Bad im mineralreichen – und angeblich verjüngenden – Schlammwasser nehmen. Nein danke, das muss nicht sein für uns, wir machen lieber weiter mit der Inselentdeckungstour.

Saint Lucia ist hügelig, bedeckt mit tiefgrünen Tropenwäldern, Bananen- und Kakao-plantagen. Die Strände sind eher schmal und übersichtlich, gleich dahinter beginnt das bergige Innere. Die Straßen winden sich rauf und runter, an ihrem Rand immer wieder pastellfarbige Häuschen in Gingerbread-Stil. Unser Taxi kommt an kleinen Buchten vorbei, wo Fischer ihre bunten Boote vertäuen, an Traumbuchten wie Marigot Bay, wo Dutzende Jachten und Segelboote im tiefblauen Wasser der Bucht liegen, passiert verschlafene Ortschaften und quirlige Städtchen, bis wir die Hauptstadt Castries erreichen. Die Lage in einer herrlichen Bucht, eingerahmt vom Berg Morne Fortune und dem Vorgebirge der Vigie-Halbinsel, ist sehenswert. Ein Spaziergang durch die engen, verwinkelten Gassen führt zum Derek Walcott Square, der nach dem berühmtesten Sohn der Insel – der 1992 mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet wurde – benannt ist. Er gilt als die Stimme der Antilleninsel. Castries ist wuselig, das Zentrum chronisch mit Verkehr verstopft, und am viel gepriesenen Markt tummeln sich heute, Samstag, die Menschenmengen. Aber vom Stadtberg, dem Morne Fortune, bieten sich jene Aussichten, die den jungen Walcott zu seinen Wortgemälden inspirierten: „Eintausend Meilen Aquamarin, von Spitze umsäumt, eine Million Yards limonengelber Seide“ sah er hier oben. Wir blicken auf „sein“ türkisgrünes Meer und die tropische Wucher-Flora der Hügellandschaften und genießen die friedliche Stille, bevor wir uns wieder auf den Weg in den Süden machen. Ein kleiner Eindruck der Vielfalt des Insellebens begleitet uns dabei. Arbeiter auf den Bananen- oder Zuckerrohrfeldern, junge Mädchen in engen Jeans an Bushaltestellen, streunende Hunde, Ziegen, Hühner, vorbeifahrene Pick-ups, aus deren Lautsprechern laut Reggae dröhnt, woanders lärmen Chak-Chak-Rasseln, Steeldrums wummern, als wir in der Anse Lavoutte vorbeikommen. Eine Gruppe Jugendlicher übt, es klingt melodisch, und wir bekommen mit, dass sie sich für das Inselfestival vorbereiten. Musik ist überall, auch in Ortsnamen wie Latisab oder Micoud. Ganz im Süden läuft die Insel in einer Küstenebene aus, und die Straße folgt ihr rund um das Cape Moule à Chique durch Vieux-Fort und den hübschen, noch immer französisch anmutenden Ort Laborie. Hier gibt’s noch eine alte Zuckerfabrik aus dem frühen 19. Jahrhundert, urwaldbedeckt inzwischen, wie geschaffen als Filmset. Seit fast 50 Jahren ist die frühere Zuckerrohrplantage Balenbouche im Besitz der Familie von Uta Lawaetz, einer gebürtigen Deutschen. Sie hat das alte Pflanzerhaus zwischen riesigen Kasuarinen, Mangobäumen und Philodendren in eine Oase auf Zeit für Reisende verwandelt, führt mit ihren beiden Töchtern Verena und Anitanja das herrliche Anwesen, wo man neben Urlaub machen auch Art- und Fotoworkshops, archälogische Feldstudien sowie Wellness-Retreats und Yoga buchen kann. Wir verweilen für einen eisgekühlten Schluck Limonentee auf der weitläufigen Veranda, genießen die Abgeschiedenheit dieses magischen Ortes, bevor wir uns auf den Weg zurück nach Soufrière machen. Wir passieren den kleinen Fischerort Choiseul mit seiner hübschen Bucht und kommen gerade rechtzeitig zum Sunset zur Soufrière Bay. 

Der ganze Ort ist auf den Beinen, an Ständen wird gegrillter Fisch auf Bananenblättern verkauft und Seegras-Punsch ausgeschenkt. Er schmeckt eigentlich hauptsächlich nach Früchten und Rum, das Seegras selbst spürt man nicht, aber es gibt die Illusion, dass der Punsch gesund ist und viele Vitamine und Mineralstoffe enthält. Am Bootssteg gibt es noch einen kleinen Strand, wo die Jugend sich noch immer im Wasser tummelt, bevor sie sich zum traditionellen Böllerschießen sammelt. Denn eine Weekend-Beachparty auf Saint Lucia muss einfach laut sein. Wenn die blaue Stunde gekommen ist, dann geht’s samstags nicht romantisch zu, Bambuskanonen werden aufgestellt und die Nacht mit krachenden Böllern begrüßt, je lauter desto besser, bevor man zu Reggae- und Steeldrumklängen bis in die frühen Morgenstunden feiert. Um diese Zeit sind wir längst in unser Resort in der stillen Anse Chastanet zurückgekehrt. Unsere Musik ist die des tropischen Waldes, aber auch die kann ziemlich laut sein, wenn Zikaden, Frösche und Nachtvögel ihr nächtliches Konzert geben. Natur pur eben.

Spotlight Saint Lucia – Tipps & Facts 

Anreise:Im Winter 2017/18 fliegt Condor ab Frankfurt einmal pro Woche nach Saint Lucia. British Airways fliegt täglich über London. 

Klima/Reisezeit:Mitte November bis Mai ist es moderat heiß und die Regenschauer bleiben tropisch und von kurzer Dauer. Regenzeit ist von Juli bis Anfang November.

Aktivitäten: Ob Bootsausflüge zu den Pitons, botanische Gärten, Schwefelquellen, sportliche Herausforderungen, kulturelles Erbe – die Insel bietet für jeden etwas. 

Küche:Saint Lucia’s Küche ist ein Fest für die Geschmacksnerven. Viele Restaurants auf Saint Lucia servieren typisch kreolische und karibische Gerichte, aber ebenso kochen Michelin-Stern-gekrönte Küchenchefs internationale oder Fusion Küche auf höchstem Niveau, für die sie vorwiegend frische, hochwertige Bioprodukte der Insel verwenden.Tipp: Jeden Freitag ist „Fish Fry Friday“-Party in Anse La Raye.

Weitere Infos: 

Saint Lucia Tourist Board, Kälberstücksweg 59, D-61350 Bad Homburg, Tel.: +49 (0) 6172-49 94 138
Mail:info@saint-lucia.org  www.jetzt-saintlucia.de