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Angekommen im Paradies

Mauritius, die Traumdestination im Indischen Ozean

Wer kann schon einer Postkarten-Idylle von türkisgrünem Meer, wiegenden Kokospalmen, strahlend weißem Sand und tiefblauem Himmel widerstehen? All das findet man an den verschiedensten Orten.Wenn sich darüber hinaus noch das Gefühl einstellt, dass es so schön ist, dass man am liebsten gar nicht mehr weg möchte, wenn man das Gefühl hat, dass der Himmel hier blauer ist als anderswo, das Meer türkiser, der Sand weicher, die Menschen freundlicher, die Landschaft grüner – dann hat man seinen magischen Ort gefunden. Für uns ist dieser Ort Mauritius. Keine andere Insel zieht uns dermaßen in ihren Bann wie dieses kleine Eiland im Indischen Ozean. 

Kein Wunder, denn abgesehen vom süßen Nichtstun gibt es hier jede Menge zu entdecken, wenn man mit offenen Augen die Insel durchstreift. Die Autorin Antje Allroggen hat 111 Orte aufgelistet, die man auf Mauritius gesehen haben muss. Viele davon haben wir selbst auf unseren Reisen über die Insel kennengelernt. Eine kleine Auswahl der interessantesten, skurrilsten, beeindruckendsten, exotischesten oder einfach abseits der bekannten Touristenwege gelegenen möchten wir Ihnen gerne vorstellen.

Die Flamboyant Allee – Bambous

Wenn man möchte, kann man Mauritius in einem Tag umrunden, so klein ist dieses Paradies. Am Weg von Süden nach Norden kommt man unweigerlich an dem Schild nach Bambou vorbei. Die meisten Touristen schenken ihm nicht weiter Beachtung, außer im November/Dezember. Denn da wird das Auge fast geblendet vom strahlenden Rot des Flamboyants. Die Zuckerrohrfabrik Médine pflanzte vor einigen Jahren eine ganze Allee dieser Bäume, die von der Hauptstraße zum Fabriksgelände führt.Wenn der Baum in voller Blüte ist, dann schwirren seine feuerroten Blüten wie Konfetti durch die Luft. Nur ein kleines Stück weiter gelangt man zu einer weiteren Allee aus Jacarandabäumen, wo sich ein ähnliches Schauspiel in Blau-Lila bietet. Die Médine Rumdestillerie produziert eine der edelsten Sorten, den „Pink Pigeon“, und ist nur nach Voranmeldung zu besichtigen. www.medine.com

Ylang-Ylang – Anse Jonchée

Betörender Duft liegt in der Luft, wenn man sich auf Mauritius eine Massage gönnt: Frangipani, Bergamotte, Yasmin und Ylang-Ylang, der zumeist aus heimischer Produktion stammt. An der Ostküste zwischen der Île aux Cerfs und Mahebourg liegt der unscheinbare Ort Anse Jonchée, wo ein fröhlich-buntes Holz-häuschen sofort ins Auge fällt. Ylang-Ylang steht auf dem Schild. Hier verkauft Laurianne ihr selbst destilliertes Öl, das sie aus gesammelten und selbst angebauten Blütenpflanzen herstellt. Mehr als 20 hochkonzentrierte Duftöle hat sie in ihrem Sortiment. Ein paar Tropfen genügen, um auch zu Hause, mauritisches Flair zu verbreiten. Destillerie Ylang-Ylang, Tel. +230 6345557

Bunte Erde – Chamarel

Nach Chamarel locken der imposante Wasserfall und die „Bunte Erde“. Wenn man frühmorgens hinkommt, gehört einem diese bizarre Mondlandschaft ganz alleine. Das Licht ist dann am klarsten, die sanften Wölbungen der Hügel schimmern in allen Gewürzfarben – von Safran bis Curry. Schon immer liebten auch Maler diesen Ort, aufgrund des ganz besonderen magischen Lichts, das alles intensiver erstrahlen lässt. Nicht weit vom touristischen Hotspot entfernt findet sich auch eines der charmantesten Hotels der Insel, das Lakaz Chamarel, wo Virginie Lagese ihren persönlichen Traum vom „perfect hideaway“ zum Traum für alle gemacht hat, die ihre Heimat wirklich entdecken möchten, die wandern wollen ohne Erlebnistourismus, die auch einige Tage Ruhe abseits des Strandes in idyllischer Umgebung genießen möchten. www.lakazchamarel.com   

Eine weitere Attraktion in dieser Ecke ist The Curious Corner. Im Mini-Museum, das mit der Welt der Illusionen spielt, präsentiert Paul Rose allerlei Effekte und Täuschungen, sodass man sich wie Alice im Wunderland fühlen kann. 

Blue Bay – Mahebourg

Blauer Himmel. Und darunter blaues Meer, nichts als tiefblaues Meer. Ein Farbverlauf in Azur, von intensivem Türkis, dort wo die Korallen greifbar nah unter der Wasseroberfläche tausenden von lustig bunten Fischen eine Wohnung bieten, über fast weiß, wo die Wellen sich am vorgelagerten Riff brechen, bis hin zu mystischem Nachtblau, knapp bevor Himmel und Meer sich am Horizont treffen. Hier an der Blue Bay liegt der älteste Marine Park der Insel. An den Stränden der Bay finden auch immer wieder Events statt, wo Locals und Touristen gemeinsam die Lebensfreude feiern.

One Eye Beach – Le Morne

Wer hier aufs Brett steigt, der sollte einiges an Erfahrung mitbringen. Dann ist er im siebenten Surferhimmel. Der One Eye gehört zu den gefährlichsten Kite-Spots der Welt. Und sicherlich zu den beeindruckendsten. Hat man so richtig Fahrt aufgenommen, fällt der Blick beim Wellenspringen immer wieder auf den imposanten Berg im Hintergrund. Mehrere Spots zwischen Außenriff und Strand sorgen dafür, dass Abwechslung geboten ist  – genial das Reefbreak Manawa mit langgezogenen Wellentälern.

Le Morne Brabant  

Vom Flughafen fährt man in Richtung Westen, vorbei an Gris Gris, jenem Punkt, wo das die Insel umgebende Riff unterbrochen ist und meterhohe Wellen an die schwarzen Felsen branden. Man umrundet die Baie du Cap und gelangt schließlich nach Le Morne, einem kleinen Küstenort im Windschatten des mächtigen
Le Morne Brabant Berges, der von der Unesco zum Weltkulturerbe ernannt worden ist. Nicht zu Unrecht, denn von diesem Berg, von dem sich einst tausende Sklaven in den Tod stürzten, geht ein magischer Zauber aus. Dunkel und schroff, grünbemoost, bewacht er die Lagune und das kleine Fischerdorf, dessen Häuschen mit Blick aufs Meer ausgerichtet sind. Sie liegen in der Coquelicot oder Tulipes Avenue – dazwischen typische kleine „Greißlerläden“, wo man alles bekommt, was hier zum Leben gehört – vom Waschmittel bis zum Green Island Rum. Eleganter und luxuriöser geht es in den 5*Resorts am Fuße des Le Morne zu. Wer im St. Regis, Dinarobin, Paradis oder Lux Le Morne seinen Urlaub zu verbringt, spürt diese besondere Atmosphäre, für die der eindrucksvollste Berg von Mauritius sorgt. Eine Wanderung lohnt sich, nicht nur wegen des grandiosen Blicks über die Insel. An den Hängen wächst die Trochetia, eine endemische Pflanze, die leuchtendrote Nationalblume Mauritius’. 

Die sieben Pyramiden – Magnien

Tiefgrüne Zipfelberge und Zuckerrohr, wohin das Auge blickt. So präsentiert sich Mauritius im Landeanflug. Wenn man ganz genau hinsieht, dann schimmern schwarze Steinhaufen dazwischen. Aber nur in der Ebene von Magnien. Sieben zwölf Meter hohe Dreiecke aus sechs bis elf Stufen aus tiefschwarzem Lavagestein. Ob Arbeiter der Zuckerrohrplantagen diese Pyramiden gebaut haben oder ob sie eventuell aus der Zeit der Phönizier stammen, ist ungeklärt.

Das Château Labourdonnais – Mapou

Die liebevoll restaurierte Kolonialstil-Villa liegt inmitten eines herrlichen Gartens mit farbenfrohen und exotisch duftenden
Blumen in der Nähe von Grand Baie. Wer sich an den Flamingoblumen, Bougainvilleas und Hibiskus-Sträuchern sattgesehen hat, sollte sich auf keinen Fall die frischen Fruchtsäfte und Marmeladen des Gartens entgehen lassen. Riviere du Rempard, Labourdonnais – Mapou 

Paul et Virginie

Zwei Orte erinnern auf Mauritius an das wohl bekannteste Liebespaar der Insel. Am Cap Malheureux, dort, wo noch heute eine kleine Kirche mit rotem Dach steht, ließ der französische Schrifsteller Bernardin de Saint-Pierre das Grande Finale des Romeo-und-Julia-Dramas stattfinden: Paul und Virginie fanden nach Romeo-und-Julia-Manier gemeinsam den Tod. Eine Marmorskulptur der Liebenden befindet sich im Blue Penny Museum in Port Louis, eine Bronzereplik gegenüber dem Rathaus in Curepipe.

Der Trou aux Cerfs – Curepipes

Ein Vulkan auf Mauritius? Im Gegensatz zum Piton de la Fournaise ist der Trou aux Cerfs jedoch längst erloschen und liegt inmitten von tiefgrüner Natur. Im Herz des Kraters hat sich ein Loch von 80 Metern Tiefe gebildet, an dessen Rand es für Abenteuerlustige Abstiegsmöglichkeiten gibt. 

Klettertour auf den Pieter Both oder die Trois Mamelles

Die schroffen, zerklüfteten Felsen prägen das Bild von Mauritius ebenso wie Sonne, Strand und Meer. Der Hausberg von Port Louis, „Pieter Both“, misst 820 Meter und bleibt im Gedächtnis dank seiner eigenartigen Form. Auf der Spitze balanciert er einen ballförmigen Stein. Er gilt als Nationalsymbol. Geübte Kletterer können vom Dörfchen La Laura aus die Spitze erklimmen. Eine Wanderung auf die 500 Meter hohen Mamelles ist nicht so schwierig und wird begleitet vom Duft nach Eukalyptus und rotem Pfeffer. Vom Gipfel aus hat man eine fabelhafte Aussicht auf das Jemen-Tal. 

Verschlafene Dörfer entdecken

Wann immer man auf Mauritius mit dem Auto oder auch mit dem Fahrrad unterwegs ist, kommt man durch kleine Dörfer mit klangvollen Namen wie Petite Julie, Mapou, Queen Victoria, deren ebenfalls winzige Häuser meist einen pastellfarbigen, abblätternden Anstrich haben, wo Coca-Cola-Reklame auf Wellblechfassaden prangt und Handy-Masten als Palmen „getarnt“ sind. Ein buntes Sammelsurium an Waren und Dienstleis-tungen wird hier geboten – da ist der Beautysalon neben der Bar, die Boutique neben dem Ramsch-laden, der aber alles führt, was man so braucht. 

Der botanische Garten – Mapou

Wenn man genug von der Hektik der Stadt hat, ist es an der Zeit, wieder einmal die Seele baumeln zu lassen. Am besten bei einem Spaziergang durch den Pamplemousses Garden. Hier wandert man unter meterhohen Palmen, die über hundert Jahre alt sind, lässt sich nieder unter weit ausladenden Banyan Trees oder am Rande der Teiche, in denen riesige Lotusblüten und Victoria-Seerosen treiben. Der Pamplemousses Garden gilt als ältester Garten Eden der südlichen Hemisphäre. www.tourism-mauritius.mu

Dolphin Watching – Tamarind.

Mit etwas Glück begegnet man den verspielten Meeressäugern, wenn man frühmorgens mit dem Boot in die Bucht von Tamarind tuckert. Links von uns unendlich blaue Weite, rechts Traumstrände mit pudrig weißem Sand, die eingebettet zwischen sattgrünen Mangroven liegen. Und dahinter die zipfelige Silhouette der Berge, die der Küstenlinie ihr prägnantes Gesicht geben. 

 

Shoppen und noch viel mehr in Port Louis 

Im eleganten Caudan-Waterfront-Shopping-Center lässt es sich gut shoppen oder im Central Market, der uns eintaucht in die kulturelle Vielfalt der Insel: Inder, Chinesen, Kreolen und Europäer bieten eine verwirrende Auswahl exotischer Waren an, von Heilkräutern über Aphrodisiaka, Obst und Gemüse bis hin zu fernöstlichen Gewürzen. 

Port Louis bietet aber noch weitere interessante Orte, wie z. B. das Atelier Littéraire, ein nettes Bistro in einem Kolonialstilhaus unweit der französischen Botschaft. Originelle kreolische Snacks, dazu Inselkunst an den Wänden, eine bibliophile Buchhandlung findet man hier.

Bekannt wurde Mauritius in unseren Breiten durch eine seltene Briefmarke: die blaue Mauritius. Ihr ist das Blue Penny Museum gewidmet, wo man auch einen interessanten Einblick in die Geschichte der Insel erhält. 

Beeindruckend ist auch die älteste Pferderennbahn der südlichen Erdhalbkugel, das Champ de Mars. Bis heute lieben die Insulaner Pferderennen. Ein Spektakel, das man einmal genossen haben sollte, denn rund um die Rennen taucht man ein in den mauritischen Spirit. Auf der Tribüne zahlen übrigens nur die Männer, am bequemsten hat man es in der Crown Lodge, wo man von einem Steward mit Snacks und Getränken versorgt wird. 


Weitere Infos:

Mauritius Tourism Promotion Authority (MTPA),
4-5th Floor, Victoria House,
St Louis Street,
Port Louis
REPUBLIC OF MAURITIUS

Fon: +230 210 1545
Fax: +230 212 5142

http://www.tourism-mauritius.mu

 

Buchtipp: Antje Allroggen, Fabrice Bettex, Maxi Gurgel

111 Orte auf Mauritius, die man gesehen
haben muss, Verlag Emons.

Die Autorin hat sowohl für Mauritius-Neulinge als auch für -Kenner viele interessante, amüsante Geschichten zusammengetragen und geheimnisvolle Orte besucht. Man muss nur den Hotelstrand verlassen, und schon öffnet sich eine neue Welt jenseits des türkis schimmernden Indischen Ozeans. Die Tipps reichen von Naturerlebnissen bis hin zu kuriosen Mini-Museen, über interessante Menschen, die sich auf Mauritius ein Business geschaffen haben, bis hin zu angesagten Hotspots für das Nightlife. Man spürt beim Lesen, dass Allroggen die Insel liebt und sich intensiv mit ihr befasst hat.