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Dem Himmel so nah

Mauritius, die Traumdestination im Indischen Ozean

Reisen hat etwas zu tun mit der Befriedigung der Sehnsüchte. So unterschiedlich diese auch sein mögen, in Mauritius erfüllen sich sowohl die Wünsche derjenigen, die feinste Sandstrände und türkises Meer suchen als auch die jener Menschen, die ursprüngliche Natur erleben möchten.

Die meisten Menschen, die nach Mauritius kommen, träumen von türkisblauem Wasser, von endlosen feinsandigen Stränden, von Tagen voller Muße fern des westeuropäischen Alltags. Mauritius ist aber viel mehr als Sonne, Strand und Meer. Seine Schönheit reicht weit über die Beachresorts und das türkise Meer hinaus. Die Insel ist auch sehr ursprünglich und voller interessanter Landschaften.

So findet man z.B. im Südwesten der Insel Chamarel. Man wird vom imposanten Wasserfall oder den „Les Terres des Couleurs“ hergelockt. Wenn man frühmorgens hinkommt, gehört einem diese bizarre Mondlandschaft ganz alleine. Das Licht ist dann am klarsten, die sanften Wölbungen der Hügel schimmern in allen Gewürzfarben – von Safran bis Curry. Nicht weit entfernt liegt Grand Bassin, der heilige See der Hindus. Jedes Jahr zur Zeit des Festes Maha Shivaratree pilgern die Gläubigen zu Hunderttausenden hinauf. Nachdem sie im heiligen Wasser ihre Reinigungsrituale vollzogen haben, begeben sie sich mit einem gefüllten Krug wieder auf den Rückweg, um in den heimischen Tempeln das Ritual zu wiederholen. Auch hier spürt man das Besondere, das den mauritischen Spirit ausmacht. Am besten, man lässt alles auf sich einwirken, gönnt sich einen kleinen Lunch im „La Varangue sur Morne“, einem Restaurant, das mitten in den Bergen den Blick von oben auf die tiefgrüne Landschaft und das Meer am Horizont ermöglicht.

Wenn man möchte, kann man Mauritius in einem Tag umrunden, so klein ist dieses Paradies. Die einzige größere Schwierigkeit bei den Inselentdeckungsfahrten ist oftmals die Orientierung. Sobald man sich abseits der größeren Routen bewegt, führen alle Wege nach Port Louis. Auch gut. Nach Bamboo oder Jemen wollen ohnehin nur wenige Touristen. In Port Louis sitzt die Regierung, hier residieren Banken und Versicherungen in eleganten Wolkenkratzern, hier reihen sich kleine Geschäfte in engen Ladenstraßen aneinander, hier gibt es den täglichen Megastau und hier geht man shoppen. Im eleganten Caudan Waterfront-Shopping- Center oder im Central Market, der uns eintauchen lässt in die kulturelle Vielfalt der Insel: Inder, Chinesen, Kreolen und Europäer bieten eine verwirrende Auswahl exotischer Waren an, von Heilkräutern über Aphrodisiaka, über Obst und Gemüse bis hin zu fernöstlichen Gewürzen.

Wenn man genug von der Hektik der Stadt hat, ist es an der Zeit, wieder einmal die Seele baumeln zu lassen. Am besten bei einem Spaziergang durch den Pamplemousses Garden. Hier wandert man unter Palmen, die über hundert Jahre alt sind, lässt sich nieder unter weit ausladenden Banyantrees oder am Rande der Teiche, in denen riesige Lotusblüten und Victoria-Seerosen treiben. Oder man besucht das „Château Labourdonnais“, eine liebevoll restaurierte Kolonialstilvilla inmitten eines herrlichen Gartens mit farbenfrohen und exotisch duftenden Blumen in der Nähe von Grand Baie.

Wer sich an den Flamingoblumen, Bougainvilleas und Hibiskussträuchern sattgesehen hat, sollte sich auf keinen Fall die frischen Fruchtsäfte und Marmeladen des Gartens entgehen lassen. Dermaßen eingestimmt, lässt man sich am besten weiter treiben, genießt die Langsamkeit und fährt erstmal die Westküste entlang bis hinauf nach Grand Baie und noch weiter zum Cap Malheureux, jenem Punkt, wo noch heute eine kleine Kirche an das Unglück von Paul und Virginie erinnert – ein Liebespaar, das nach Romeo-und-Julia-Manier gemeinsam den Tod fand. Grand Baie selbst ist immer ein Fixpunkt für uns. Hier kann man bummeln, am Meer entlang flanieren oder in einem der zahlreichen Lokale mit Blick auf die Bucht einfach versumpfen.

Wann immer man auf Mauritius mit dem Auto oder auch mit dem Fahrrad unterwegs ist, kommt man durch kleine Dörfer mit klangvollen Namen wie Petite Julie, Mare d’Australia und Queen Victoria, deren ebenfalls winzige Häuser meist einen pastellfarbig-abblätternden Anstrich haben, wo Coca-Cola-Reklame auf Wellblechfassaden prangt und Handy-Masten als Palmen „getarnt“ sind. Ein buntes Sammelsurium an Waren und Dienstleis- tungen wird hier geboten – da ist der Beautysalon neben der Bar, die Boutique neben dem Ramsch-laden, der aber alles führt, was man so braucht.

An den Küsten wird es dann wieder eleganter. Einige der eindrucksvollsten Strände liegen im Osten, darunter Belle Mare, wo der Sand so weiß und fein ist, dass er fast blendet. Kein Wunder, dass sich bis hinunter zur Blue Bay ein Luxusresort an das andere reiht. Zwischen den exklusiven Hotelanlagen liegen die kleinen Oasen der Einheimischen, unberührte Strände, die nicht nur am Wochenende zum Treffpunkt für Jung und Alt werden. Hier wird gekocht, Musik gemacht und getanzt zum Rhythmus des Sega, dessen Klänge mitreißen, so fröhlich und unbeschwert klingt er. Zu den Klängen der Ravanne wird unter den Filaobäumen bis in den frühen Morgen gefeiert und getanzt.

Im Osten liegt auch die zweite große Stadt der Insel, Mahébourg, wo wir von unserer Freundin Roselyne und ihrem bayrischen Mann Jörg im „La Belle Kreole“ erwartet werden. Schon beim Eingang tönt uns „Angéline“, eine Ballade von Ti Frère, entgegen. Der 1992 Verstorbene gehört zu den letzten großen, klassischen Sega-Sängern der Insel. Die rhythmischen Töne im Ohr, genießen wir bei einem Glas einheimischen Phoenix-Bier und Lychee-Wein den gegrillten „Sacrechien“, einen lokalen Fisch mit zartestem weißem Fleisch, eine wahre Delikatesse. Roselyne erzählt uns, dass es heuer wieder ein Festival Kreol geben wird, mit zahlreichen Aktivitäten und natürlich Musikgruppen. Dann wird wieder die ganze Insel auf den Beinen sein, wie zuletzt beim großen Endkonzert in Port Louis, wo über 100.000 Menschen die Nacht durchgefeiert haben.

Heute ist die Nacht allerdings eine ruhige, als wir uns auf die Heimfahrt nach Südwesten machen. Die Halbinsel Le Morne liegt fast vollkommen im Dunkeln, und in der Schwärze der Nacht erahnt man die Umrisse des imposanten gleichnamigen Berges nur. Dafür wölbt sich über uns ein Nachthimmel, 0wie er schöner nicht sein kann. Tausende Sterne funkeln am Firmament, die Sternzeichen hängen verkehrt herum am Himmel, na klar, wir sind ja auf der Südhalbkugel. Eine Nacht zum Träumen und sich Fallenlassen, eine, wo der Himmel ganz nah erscheint. Doris Springenfels

Weitere Infos:

Mauritius Tourism Promotion Authority (MTPA),
4-5th Floor, Victoria House,
St Louis Street,
Port Louis
REPUBLIC OF MAURITIUS

Fon: +230 210 1545
Fax: +230 212 5142

http://www.tourism-mauritius.mu