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SonnenSeiten

Geschafft! Endlich sind sie wieder da, jene Tage, an denen man in bester Laune aus den Federn hüpft und so lange wie möglich draußen Zeit verbringt. 

Vorausgesetzt, man ist geschützt. Hochwertige Sonnenpflege sorgt für ein gutes
Gewissen – vor, während und nach dem Sonnenbad.

 

 

Wir brauchen die Sonne. Für unser Gemüt und unsere Gesundheit. Dennoch sind
Sonnenstrahlen mit Vorsicht zu genießen. Über die verschiedenen Arten von Strahlung, was
dabei mit unserer Haut geschieht und wie wir uns richtig schützen können.

Text: Kathi Krcal

Wir lieben sie. Wir verehren sie. Wir nützen ihre Kraft. Wir brauchen ihre Wärme. Und gleichzeitig müssen wir uns vor ihr schützen. Wir dürfen ihrer Strahlung nicht zu lange ausgesetzt sein. Die Rede ist von der Sonne, jenem Planeten, der unser Leben auf der Erde zu dem macht, was es ist. Gerade wenn sich die grauen Wintermonate dem Ende hin neigen, sehnen wir uns nach ihren wärmenden Strahlen und sind gleich besser gelaunt, wenn sie scheint. 
Das liegt an einem ausgeklügelten hormonellen System. Denn durch Sonnenlicht produziert der Körper mehr
Endorphine, landläufig bekannt als „Glückshormone“. Sie sorgen unter anderem dafür, dass wir zufriedener, ausgeglichener und beschwingter daherkommen. 

Quell des Lebens – mit Schattenseiten

Mögen Sie es gruselig? Stephen King ist eine fröhliche Bettlektüre gegen den jährlichen Bericht der Dermatologenkongresse. So sehr wir glauben, dass uns die Sonne gut tut, so sehr schadet sie uns auch. Durch die Hautkrebsvorsorge kennt man die Wirkungen der UV-Strahlung auf die Haut ganz genau. Mittlerweile weiß man, dass Sonnenstrahlung 1:1 mit Hautalterung einhergeht. Um eine effektive Abwehrstrategie zu entwickeln, muss man aber zuerst einmal den „Feind“ genau kennen. Und hier kommt ein bisschen Physik ins Spiel: Das Sonnenlichtspektrum umfasst verschiedene Arten von Strahlung, die sich durch ihre Energie und damit ihre Fähigkeit, wie tief sie in die Haut eindringen können, unterscheiden: Ultraviolette Strahlung (UVA/UVB/UVC), sichtbares Licht und Infrarotstrahlung (IRA, IRB, IRC). Während UVC-Strahlen von der Atmosphäre der Erde vollständig verschluckt werden, treffen UVA- und UVB-Strahlen jeden Tag auf unsere Haut. UVB-Strahlen sind bekanntermaßen für Sonnenbrand verantwortlich, UVA-Strahlen dringen noch tiefer bis in die Dermis ein und haben die Bildung von Falten und Pigmentflecken sowie Elastizitätsverlust zur Folge. Insgesamt machen beide aber weniger als zehn Prozent des gesamten Sonnenspektrums aus. 

Infrarot-Strahlung

Zahlenmäßig weit überlegen ist Infrarot-Strahlung (IR): Sie macht ca. 50 Prozent des gesamten Sonnenspektrums aus. Während IRB- und IRC-Strahlung als wärmend und wohltuend empfunden werden (Stichwort: Infrarot-Kabinen!), ist IRA-Strahlung ein richtiger Übeltäter für unsere Haut. Überhitzung des Gewebes, die massive Bildung von freien Radikalen, Kollagenabbau, Faltenbildung und Schädigung der Mitochondrien der Zellen – die Liste der negativen Wirkungen ist lang. Die Lancaster-Laboratorien forschen seit einigen Jahren auf diesem Gebiet, ebenso im Bereich sichtbaren Lichts, dem wir uns jetzt auch noch widmen.

Sichtbares Licht – ein Übeltäter

Teil drei: das sichtbare Licht. Es ist dafür verantwortlich, dass wir Menschen auf der Erde sehen – und dass wir in Farben sehen. Zudem wirkt es stimmungsaufhellend, steuert den Schlaf-Wach-Rhythmus sowie innere Körperfunktionen wie etwa Knochen- und Blutbildung. Es macht ebenfalls rund die Hälfte des gesamten Sonnenspektrums aus. Während man lange Zeit nichts Übles vermutet hat, konnten die Lancaster-Laboratorien und Prof. Dr. Jean Krutmann vom IUF (Leibniz-Institut für umweltmedizinische Forschung) an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf belegen, dass sichtbares Licht sehr wohl auch schädigende Auswirkungen auf die Haut hat: Es verstärkt die Hautpigmentierung und steht im Verdacht, zur Faltenbildung beitragen zu können. Interessant sind die negativen Auswirkungen, die sichtbares Licht bei Menschen mit Melasmen hat. So werden Pigmentflecken genannt. Wir wissen heute, dass das Auftreten eines Melasmas deutlich wahrscheinlicher ist, wenn die Person sichtbarem Licht ausgesetzt ist (und nicht nur UV-Strahlung). Aber auch in gesunder Haut führt sichtbares Licht zu einer Hautbräunung, die sich qualitativ vollkommen unterscheidet von der, die durch UVB- und UVA-Strahlung hervorgerufen wird. Das ist vor allem ein Problem bei denjenigen, die aufgrund ihrer dunkleren Haut eigentlich recht gut gegen die Sonne geschützt sind. Es ist also auch für Menschen mit dunklerem Teint wichtig, sich vor sichtbarem Licht zu schützen, wenn man keine unerwünschte Pigmentierung will.

Strategien für jugendliche Haut

Stellt sich nun die Elferfrage: Wie können wir unsere Haut optimal schützen? Die Kosmetikkonzerne forschen auf Hochtouren, um möglichst effektive (Sonnenschutz-)Produkte zu entwickeln, die unserer Haut Jahre auf dem Jugendlichkeitskonto gutschreiben. Dazu fahren sie verschiedene Strategien auf: eine Abwehr der Sonnenstrahlen, das Neutralisieren der durch Sonnenlicht ausgelösten freien Radikale und die Entwicklung eines effektiven Zellschutzes. Lancaster etwa hat mit seiner neuen Full-Light-Technologie ein ausgeklügeltes System geschaffen, um die Haut vor allen drei Spektren zu schützen: UVA- und UVB-Strahlen werden dank photostabiler Filter absorbiert. Infrarot-Strahlen werden mit einer Kombination aus drei mineralischen Substanzen (Rubin-Puder, Mica und Titandioxid) reflektiert. Ein neuartiger Inhaltsstoff namens „Bio Glass M“ wirkt zusätzlich wie tausende, mikroskopisch kleine Spiegel, die Infrarot- und sichtbares Licht wirkungsvoll reflektieren. Dazu setzt Lancaster einen umfassenden Komplex von Antioxidantien ein, um alle Arten von freien Radikalen zu neutralisieren. Denn: Jedes Sonnenlicht-Spektrum erzeugt andersartige freie Radikale, und nicht jedes Antioxidans kann ihnen den Garaus machen. Es bedarf jahrelanger Forschung, um herauszufinden, welche Substanz gegen welche Art von freien Radikalen wirkt. 

Doppelt hält besser

Bei Sensai arbeitet man mit einer ausgeklügelten Zweifach-Technologie: Sonnen- UND Zellschutz. Direkt in der Sonne wird der Teint vor sichtbaren Schäden wie feinen Linien, Trockenheit und einer Überproduktion von Melanin bewahrt. Möglich macht dies ein neuartiger UV-Filter, „ADVAN“, der die Haut vor UVA- und UVB-Strahlen schützt und DNA-Schäden vorbeugt. Sein Spezialgebiet ist vor allem das Abschirmen von UVA-Strahlen, die ja nachweislich für besonders tief reichende Hautschäden verantwortlich sind. Zusätzlich setzen die Sensai-Forscher einen neuen Wirkstoff in ihren Hightech-Formulierungen ein, der zum Schutz vor Langzeitfolgen der Sonnenstrahlen dient. Denn wir alle wissen: Wer in jungen Jahren gedankenlos die Sonne anbetet, bekommt später gnadenlos die Rechnung serviert. Und zwar in Form von tiefen Falten, Spannkraftverlust, Pigmentflecken und einem fahlen Teint. Das Gegenmittel: Sansho (Zanthoxylum piperitum) Extrakt, eine japanische Pfeffersorte, die einen wirksamen und unmittelbaren Schutz der Hautzellen bietet und DNA-Schäden reduziert. 

Noch mehr Filtertechnologie 

Hochstabile UV-Filter werden bei Shiseido mit innovativen Feuchtigkeitsspendern, pflanzlichen Wirkstoffen und Antioxidantien zum Schutz der Haut kombiniert. So wird etwa bei der Urban Environment UV Protection Cream SPF 30 neben leis-tungsstarken Filtern auch ein Hydro-Restoring-Komplex eingesetzt, der feuchtigkeitsspendende Aminosäuren in der Haut bindet. Der Wirkstoff Scutellaria Baicalensis beugt UV-bedingten Schäden vor, das Anti-oxidans Apple Leaf Extract wirkt DNA-Schäden entgegen.

Zwei mineralische Filter, Titandioxid und Zinkoxid, sind Sisleys Waffe im Kampf gegen UVA- und UVB-Strahlung. Vitamin-E-Acetat und Edelweiß-Extrakt helfen dabei, die Haut vor oxidativem Stress durch freie Radikale zu bewahren – der Hauptursache für lichtbedingte Hautalterung. Kamelienöl stärkt zudem die Barrierefunktion der Haut und hilft ihr, eine bessere Widerstandsfähigkeit zu entwickeln.

La Roche Posay setzt in seiner Sonnenlinie Anthelios auf eine neuartige Filtertechnologie, bei der sich die UV-Filter noch gleichmäßiger über die Haut legen und die Formulierungen besonders photostabil sind. Zudem erreicht Anthelios mit seinen Formulierungen einen zweifach höheren UVA-Schutz, als ihn die EU in ihrer Mindestempfehlung verlangt. Dadurch kann die Haut noch besser vor den negativen Langzeitfolgen der Sonne bewahrt werden. Thermalwasser aus La Roche-Posay wirkt zudem hautberuhigend und reizmildernd.

Bei „All Day“ von Louis Widmer liegen UVA- und UVB-Filter in liposomaler Form vor, d.h. sie sind in winzige Hohlkügelchen eingebaut. Damit können sie tie-fer in die Hornschicht gelangen und so einen besonders lang anhaltenden Schutz gegen UV-Strahlen bieten – selbst bei vermehrtem Wasserkontakt. Die Formulierungen sind auch besonders schweiß- und abriebfest.

 

Optimal für Freizeitsportlerinnen: Die Shiseido Sports BB SPF 50+ Creme sorgt für schöne Haut trotz Schwitzen. Mit zarten Perlmuttreflexen: Crème Protectrice Hâle Sublime SPF 50 von Dior. Unsere Sonnenfavoriten von Sensai: Die stark beruhigende Gelmaske Silky Bronze Soothing After Sun Repair Mask sowie die seidig-weiche, wasserresis-tente Cellular Protection Cream for Face SPF 50 und der Cellular Protective Stick SPF 30 für besonders empfindliche Stellen. Wasserfest und perfekt für alle Sportler: Sun Sport Invisible Face Gel Matte Finish SPF 30 von Lancaster. Für alle, die es glamourös lieben: Sun Beauty Dry Oil SPF 50 und Sun Compact SPF 30 von Lancaster. Die Soleil de la Mer Kollektion mit den beiden limitierten Editionen, The Glowing Body Oil und The Bronzing Powder, ist der ultimative Jet-Set Reisebegleiter. 

 

Die erste Sonnenschutz-App!

Mit der Lancaster Sun Care App können Sie die Zeit, die Sie der Sonne ausgesetzt sind, im Blick behalten – für einen besseren Schutz Ihrer Haut! Geben Sie einfach Ihren Standort, den verwendeten Sonnenschutzfaktor sowie Ihren Hauttyp ein, und die App wird Ihre ideale Zeit für das Sonnenbad berechnen. Machen Sie sich keine Sorgen mehr. Wenn Ihre maximale Zeit für das Sonnenbad erreicht ist, erklingt ein Ton, um Ihnen mitzuteilen, dass es Zeit ist, Ihren Sonnenschutz erneut aufzutragen oder aus der Sonne zu gehen.

 

 

 

Ab in den Süden!

Neutralisiert freie Radikale und schützt die Zellen: Super Soin Solaire Face SPF 30 von Sisley. La Roche-Posay hat jetzt in der Anthelios Serie Wet Skin Gels entwickelt, die sich selbst auf nasser Haut auftragen lassen und trotzdem zuverlässigen UV-Schutz bieten. Es entsteht ein Film, der das Wasser auf der Haut abweist, sodass auch beim Auftragen auf nasser Haut ein gleichmäßiger LSF 50+ gewährleistet ist. Anti-Sand Sonnenfluid SPF 30 von Idéal Soleil Vichy macht Sonnenbaden auch an Sandstränden zum Vergnügen. Das Erfrischende Sonnenspray SPF 50 von Vichy ist ein ultra-leichtes, feuchtigkeitsspendendes Spray für das Gesicht, der nicht verrieben werden muss und nicht fettet. Es schützt die Haut, zieht sofort ein und ist praktisch unsichtbar auf der Haut. (ab April). Stärkt den natürlichen Schutzmechanismus der Haut, bewahrt die epidermalen Stammzellen vor Stress und beschleunigt die Hautbräunung: Sun Cream SPF 30 und Sun Lotion SPF 50 von Babor. Leichter UV-Schutz und Pflege für jeden Tag: Cellular Swiss UV Protection Veil SPF 50 von La Prairie. Ideal bei Sonnenallergie, Mallorca-Akne und fettiger Haut: Das Sun Gel SPF 30 von Louis Widmer. Es spendet zudem Feuchtigkeit, ist frei von Emulgatoren und Alkohol und zieht
besonders schnell ein. 

 

 


Von After Sun bis Zukunft: Das große ABSOLUT BEAUTIFUL Sonnen-ABC zeigt, wie man sich ausreichend schützt und welche neuen Technologien uns das Sonnenbaden noch angenehmer machen, damit der Sommer zum ungetrübten Sonnen-Vergnügen wird!

 A wie After Sun Sommer, Sonne, Strand – wie herrlich! Leider kann zu viel des Guten für unsere Haut zur Belastungsprobe werden. Um einen frühzeitigen Knitterlook zu vermeiden, sollte man nach jedem Sonnenbad eine intelligente After-Sun-Pflege verwenden. Moderne Produkte spenden nicht nur viel Feuchtigkeit,  sondern wirken auch beruhigend und kühlend. Sie agieren wie Hightech-Anti-Aging-Produkte, reparieren Zellschäden mit speziellen Enzymen und neutralisieren freie Radikale. Zusätzlich regen sie die Melaninsynthese für schnelleres Bräunen an. Tipp: Wem eine After-Sun-Lotion zu wenig Pflege gibt, der kann zu einer After-Sun-Maske greifen. Für den ultimativen Regenerationsseffekt einfach über Nacht einwirken lassen.

B wie Bräunen – Unser Körper ist clever: Trifft Sonnenlicht auf unsere Haut, produzieren bestimmte Zellen in der Oberhaut, die Melanozyten, den braunen Farbstoff Melanin. Dieser legt sich dann wie ein kleiner Schirm über andere Zellen und bewahrt sie damit vor schädigenden UV- und Infrarotstrahlen. Wer also gebräunt ist, hat gleichzeitig einen besseren Schutz vor der Sonne. Übrigens: Weil viele Menschen nicht stundenlang sonnenbaden wollen, enthalten immer mehr Sonnenschutzprodukte melaninanregende Inhaltsstoffe, etwa Süßorangenextrakt, Süßholzwurzel und Buritiöl. Sie aktivieren die Bildung des braunen Pigments, unterstützen seinen Transport an die Hautoberfläche und sorgen dafür, dass es gleichmäßig verteilt wird.

C wie Chemische Filter – Eine Sonnencreme besteht aus vielen verschiedenen Inhaltsstoffen, dazu gehören in der Regel Wasser- und Fettphase, ein Emulgator, verschiedene Wirkstoffe und natürlich chemische (und mineralische) Filter (siehe M). Chemische Filter sind synthetische Substanzen, die in die oberste Schicht der Haut eindringen und hier einen Schutzschild bilden. Trifft UV-Strahlung auf diesen Schild, wird sie absorbiert und in Wärme umgewandelt. Um möglichst umfassend zu schützen, kombinieren Hersteller von Sonnencremes meist mehrere chemische Filter zu einem Breitbandfilter. Da sie ca. 20 Minuten brauchen, um ihre volle Wirkung zu entfalten, galt lange die Empfehlung, die Sonnencreme einige Minuten einwirken zu lassen. Wichtig: Qualitativ minderwertige Filter können bei intensiver Sonnenbestrahlung instabil, d. h. wirkungslos werden. Es lohnt sich also, in hochwertige Produkte zu investieren.

D wie DNA-Schutz – Schönheit liegt in der Zelle. Im Zellkern, um genau zu sein. Er enthält die „Festplatten“, die DNA, in der alle Informationen für den Aufbau und die Funktion unseres Körpers gespeichert sind – auch für unsere Haut. Normalerweise ist die DNA recht robust und kann Schäden und Mutationen schnell austauschen. Zu intensive und zu lange Bestrahlung mit UV- und Infrarotstrahlen kann unsere DNA aber dauerhaft schädigen. Viele Kosmetikhersteller arbeiten deswegen vermehrt spezielle DNA-Schutz-Komplexe in ihre Sonnencremes ein. Sie sollen die Entstehung sonnenbedingter Hautschädigungen hemmen, zellschädigende freie Radikale neutralisieren und sogar die DNA-Reparatur in der Zelle anregen. Ganz neu: Kanebos überarbeitete Silky Bronze-Linie mit Sansho-Extrakt, einer japanischen Pfeffersorte, die die Hautzellen und die DNA sofort wirksam schützt.

E wie Eigenschutzzeit – Jeder Mensch kann eine gewisse Zeit in der Sonne verbringen, ohne rot zu werden. Das ist die Eigenschutzzeit. Sie hängt vom Hauttyp, dem UV-Index und der Vorbräune ab. Bei einem hellhäutigen, blonden Schweden mit Bürojob liegt sie vielleicht bei zehn Minuten, bei einem gebräunten italienischen Carabiniere bei 60. Angenommen, der Schwede macht Urlaub in Italien: Verwendet er eine Sonnencreme mit Faktor 30, kann er 300 Minuten, also fünf Stunden, in der Sonne bleiben, ohne Hautschäden zu riskieren (10 Minuten mal Faktor 30 = 300). Ist diese Zeit abgelaufen, ist auch das „Sonnenkontingent“ für diesen Tag aufgebraucht und es heißt: Ab in den Schatten. Wichtig zu wissen: Man sollte diese Maximalzeit nie ausreizen. Experten empfehlen nur 2/3 der Zeit aktiv in der Sonne zu liegen (das wäre bei diesem Beispiel 200 Minuten, also etwas mehr als drei Stunden). Durch Schwimmen, Schwitzen und Abreibung geht außerdem Schutz verloren, deswegen gilt: Am besten alle zwei bis drei Stunden nachcremen!

F wie Freie Radikale – Sie entstehen im menschlichen Stoffwechsel ganz natürlich durch die Sauerstoffverbrennung. In normalem Ausmaß vorhanden, sind freie Radikale sogar äußerst wichtig für den Körper. So helfen die kleinen „Streithähne“, schädliche Eindringlinge wie Bakterien, Viren und Gifte zu bekämpfen. Nehmen freie Radikale nun aber Überhand, z. B. durch zu viel Sonnenbaden, Rauchen, Stress, ungesunde Ernährung oder Medikamente, greifen sie unseren eigenen Körper an. Zuerst die Zellmembran, dann den Zellkern und die Erbsubstanz. Mittlerweile stehen die hochaktiven Verbindungen stark im Verdacht, frühzeitige Hautalterung auszulösen, weswegen immer mehr Kosmetikhersteller Anti-Oxidantien-Komplexe in Sonnencremes einbauen. Denn gerade durch lange UV- und Infrarotbestrahlung werden besonders viele schädigende freie Radikale gebildet. Legendär: Lancasters RPF-Komplex mit fünf hochaktiven Anti-Oxidantien (z. B. Grüner Tee und Bitterorange), der bis zu 95 Prozent der freien Radikale in der Haut neutralisiert.

H wie Hautkrebs – Er ist ungebremst im Vormarsch. Jährlich gibt es in Österreich rund 2.000 Neuerkrankungen. Dabei unterscheidet man zwischen Weißem und Schwarzem Hautkrebs. Erster (auch Basaliom genannt) hat die Form von kleinen, hautfarbenen oder rötlichen Flecken, die oft über Monate nicht verschwinden oder verheilen. Er tritt meist an sonnenexponierten Stellen wie im Gesicht auf, metastasiert jedoch sehr selten und kann fast immer chirurgisch entfernt werden. Schwarzer Hautkrebs (Melanom) hat seinen Ursprung meist in atypischen Muttermalen. Vergrößert sich das Muttermal, wächst es asymmetrisch und verändert die Farbe, sollten die Alarmglocken schrillen. Am besten, man lässt es erst gar nicht so weit kommen. Und das heißt: Bei (längeren) Aufenthalten im Freien immer eincremen, die Mittagssonne meiden und sich mit Hut und passender Kleidung schützen. Der jährliche Check beim Hautarzt versteht sich von allein!

I wie Infrarot – Infrarot-Strahlen machen ungefähr 50 Prozent des Sonnenlichts aus, das den Erdboden erreicht. Ähnlich wie UV-Strahlen werden sie je nach Wellenlänge in IR-A- (kurz), IR-B- (mittel) und IR-C-Strahlung (lang) unterteilt. Die meisten Menschen kennen den Begriff von Infrarot-Kabinen. Hier werden IR-C-Strahlen eingesetzt, die wir als angenehm wärmend empfinden. Im Fokus der Wissenschaft – gerade wenn es um unsere Haut geht – stehen jedoch vor allem IR-A-Strahlen. Durch ihre kurze Wellenlänge können sie bis in tiefere Schichten eindringen, freie Radikale auslösen und Hautschäden hervorrufen, z. B. Kollagenabbau, was letztendlich zu frühzeitiger Faltenbildung führt. Lange Zeit blieben Infrarot-Strahlen in der Sonnenpflege unbeachtet, bis sich Lancaster der Herausforderung angenommen hat. Der neueste Ansatz: eine hochwirksame Kombination aus drei mineralischen Reflektoren, darunter Rubin Puder, zusammen mit Vitamin-E- und -C-Derivaten, die freie Radikale neutralisieren.

L wie Lippenpflege – Sensible Hautpartien wie unsere Lippen reagieren auf Sonnenstrahlung besonders schnell. Es macht deswegen Sinn, gerade beim Sonnenbaden Lippenpflege-Stifte mit Lichtschutzfaktor zu verwenden. Eine überlegenswerte Alternative sind eigene Kombi-Produkte für Lippen und Augen, am besten mit mindestens SPF 30. Sie schützen intensiv vor Sonneneinstrahlung, verwöhnen mit zartschmelzenden Texturen und brennen dank spezieller Formeln auch nicht wie herkömmliche Sonnencremes in den Augen.

M wie Mineralische Filter – Mineralische oder auch physikalische Filter sind mikroskopisch fein zerriebene Mineralstoffe. Sie legen sich wie Millionen winzige Spiegel auf die Haut und reflektieren UV- und Infrarotstrahlen. Die Vorteile: Mineralische Pigmente schützen sofort ab dem Moment des Auftragens. Sie sind kaum allergen, wodurch sie gerne in Kindersonnencremes eingearbeitet werden, und chemisch zu 100 Prozent stabil. Als Nachteil wird oft der weiße Film genannt, der vor allem bei höheren Faktoren auf der Haut zurückbleibt. Deswegen werden immer kleinere mineralische Pigmente verwendet, die nicht „weißeln“ (teilweise sogar im Nanobereich). Zudem werden heute meist chemische mit mineralischen Filter kombiniert. So kann auch das volle Spektrum an UV- und 4
Infrarotstrahlen abgedeckt werden. Zwei der bedeutendsten mineralischen Pigmente sind Titandioxid und Zinkoxid.

N wie Nahrungsergänzungsmittel – Sonnenschutz zum Schlucken? Das dauert wahrscheinlich noch ein bisschen (siehe Z wie Zukunft). Dennoch kann man sich mit speziellen Nahrungsergänzungsmitteln auf die Sonne vorbereiten. Um den besten gesundheitlichen Effekt zu erzielen, sollte man sie bereits einen Monat vor dem Aufenthalt in der Sonne nehmen, sowie während des Urlaubes. Antioxidantien wie Lycopin, Beta Carotin oder Grüner Tee schützen die Hautzellen, neutralisieren freie Radikale und können somit frühzeitiger Hautalterung entgegenwirken. Die Haut bräunt schneller, gleichmäßiger, und die Bräunung bleibt länger erhalten.

O wie Ozon – Was genau steckt hinter dem Begriff, der zur heißen Jahreszeit so oft fällt? Ozon ist ein Gas, das in etwa 15 Kilometern Höhe eine Schicht in der Atmosphäre bildet. Diese Ozonschicht dient als Filter für das Sonnenlicht. Sie hält den gefährlichen Anteil der UV-C-Strahlen ab und reduziert auch die UV-B-Strahlung drastisch. Gäbe es diesen Filter nicht, könnte an der Erdoberfläche kein Leben existieren. Das Ozon in der Atmosphäre schützt uns also. Da durch die Umweltverschmutzung die Ozonschicht jedoch stark angegriffen und immer dünner wird, wird die Sonne für uns immer gefährlicher. Übrigens: Die NASA erwartet, dass der usprüngliche Zustand der Ozonschicht über dem Südpol (also vor der Ausdünnung) erst im Jahr 2068 wiederhergestellt sein wird.

Q wie Qualität – Eine gute Sonnencreme ist wie eine maßgeschneiderte Versicherung für die Haut. Anfangs eine kleine Investition, ist man jedoch langfristig optimal gegen verschiedene Risiken abgesichert. Dazu gehören schmerzende Sonnenbrände, frühzeitige Alterungserscheinungen bis hin zum schlimmsten anzunehmenden Fall, dem Hautkrebs. Das oberste Gebot lautet deswegen: Achten Sie auf ein Produkt mit ausgewogenem UVA- und UVB-Schutz (am kreisrunden UVA-Logo erkennbar) sowie integrierten Infrarotfiltern. Zellschützende Antioxidantien, DNA-Schutz-Komplexe und eine wasserfeste Textur beim Baden sollten ebenfalls zum Pflichtprogramm gehören. 

R wie Regeneration – Die Haut hält vieles aus. Irgendwann ist aber Schluss: Hat man als heller oder mittlerer Hauttyp bereits mehrere Stunden in der Sonne verbracht (selbst mit Sonnenschutz), sollte man den Rest des Tages besser im Schatten weilen. Denn die Eigenschutzzeit der Haut lässt sich nicht verlängern. Erst über Nacht regeneriert sie sich wieder. Das heißt: „Kleine Überziehungen“ werden ausgeglichen, Schäden in den Zellen repariert, sodass es am nächsten Tag wieder ab zum Strand gehen kann. Ist es zum schlimmsten Fall, einem Sonnenbrand gekommen, sollte man sich besser gar nicht mehr der direkten Sonnenstrahlung aussetzen, sondern mit After-Sun-Cremes und schützender Kleidung Wiedergutmachung leisten.

S wie Self Tan – Für drei von vier Österreichern gehört ein sonnengebräunter Teint zum Urlaub einfach dazu. Was aber, wenn man nur schwer bräunt – oder einfach nicht so lange in der Sonne liegen will? Die Antwort lautet: Sonne aus der Tube. In Selbstbräunern kommt der Wirkstoff DHA (eine zuckerartige Verbindung) zum Einsatz. Er reagiert mit den Eiweißen und Aminosäuren in der obersten Hautschicht und färbt diese orange-braun. Der Sommerlook hält drei bis vier Tage, dann beginnt die langsame Abstoßung der gefärbten Hornhautschicht und man ist wieder blass um die Nasenspitze. Einziger Nachteil: Viele Menschen empfinden die Farbe als nicht „echt“. Lancasters Forscher konnten dieses Problem nun lösen. Sie verwenden in den neuen Self-Tan-Produkten ein schwarzes Pigment. Es ist für unser Auge natürlich unsichtbar, legt sich jedoch zwischen die Hautzellen, neutralisiert den durch das DHA entstehenden Orange-Ton und lässt die Tönung dadurch auch wirklich braun aussehen.

T wie Texturen – Leicht, leichter, am leichtesten: So wünschen sich die meis-ten Menschen ihre Sonnencreme. Mittlerweile ist es vielen Kosmetikherstellern gelungen, aus ursprünglich klebrigen und dickflüssigen Formulierungen angenehme, schnell einziehende Lotionen zu zaubern, sodass auch hohe Faktoren ab SPF 30 ein seidiges Hautgefühl hinterlassen. Besonders beliebt sind ölfreie Texturen, innovative Sprays mit 360° Sprühfunktion und Trockenöle. Erst seit Kurzem am Markt sind Produkte mit sogenannter Wet Skin-Technologie von Lancaster. Sie können direkt auf nasser Haut angewendet werden, „schwimmen“ dabei aber nicht davon, sondern legen sich wie ein durchsichtiger, zarter Schutzfilm über die Haut. Genial gerade bei Kindern: Spart garantiert Nerven, Zeit und Gequengel.

U wie UV-Strahlung – Ultraviolettes Licht ist elektromagnetische Strahlung und damit für das menschliche Auge unsichtbar. Seine drei Bereiche: UV-A-, UV-B- und UV-C-Strahlung. Letztere wird von der Lufthülle der Erde vollständig verschluckt und erreicht die Erdoberfläche nicht. UV-A-Strahlen haben relativ lange Wellenlängen und machen ca. 95 Prozent der gesamten UV-Strahlung aus. Sie dringen tief in die Haut ein, fördern den Abbau von Kollagen und erhöhen bei exzessivem Konsum die Wahrscheinlichkeit von DNA-Schäden und Hautkrebs. UVB-Strahlen haben kurze Wellenlängen. Auch wenn 90 Prozent von der Hochatmosphäre absorbiert werden, verursachen die restlichen zehn Prozent Bräunung, aber auch Sonnenbrand. Für empfindliche Hauttypen: Auf der Website der Zentralanstalt für Meterologie und Geodynamik kann man jeden Tag die Belastung mit ultravioletter Strahlung nachlesen (www.zamg.co.at).

W wie Wasserfest – Der Sprung ins kühle Nass gehört im Sommer einfach dazu. Da Wasser das Sonnenlicht reflektiert, sollte man zu wasserfesten Sonnencremes greifen. Sie sind beständiger als herkömmliche Produkte – wenn es um Schwitzen und Abreibungen im Sand geht. Dabei gibt es internationale Richtlinien: Sie besagen, dass ein Sonnenschutzprodukt dann als „waterresistent“ gilt, wenn es nach zwei 20-minütigen Aufenthalten im Wasser noch 50 Prozent seines LSFs aufweist. Für das Prädikat „extra wasserfest“ wird der Test auf vier mal 20 Minuten verlängert. 

Z wie Zukunft – Vielleicht gehört das Eincremen mit Sonnenlotionen bald der Vergangenheit an. Seit Jahren nämlich tüfteln Forscher an einer neuen Art von Sonnenschutz: Und zwar an einer Tablette zum Schlucken. Schützende Stoffe aus Korallen sollen es möglich machen. Übrigens: Sich an Meeresbewohnern zu orientieren, ist nichts Neues. Die jüngste Entdeckung ist Astaxanthin, ein Hochleistungs-Antioxidans, das in Algen und roten Meerestieren wie Krill und Lachs vorkommt. Es soll Sonnenschäden reduzieren und ist bereits auch als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich (z. B. in Neosino Krill Öl Kapseln).

Text: Kathi Krcal