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Düfte betören die Sinne. Doch womit genau locken sie uns?
Die Mehrheit der Duftingredienzen stammt aus dem Pflanzenreich oder bezieht ihr Vorbild aus der Natur. AB bringt die wichtigsten und beliebtesten Duftinhaltsstoffe.  

Aldehyde:

Sythetische Verbindungen haben die Duftherstellung revolutioniert. Mit ihnen lassen sich blumige und fruchtige Düfte nachbilden und verstärken. Sie geben Düften Schwung, lassen sie strahlen und lang haften. In ihrem Eigengeruch haben sie Ähnlichkeit mit natürlichen Düften. So ähnelt Aldehyd C7 Orangen, C10 wirkt wie eine Melange aus Zitrone, Orange und Rose und C20 gleicht einer Himbeernote. Aldehydige Düfte wurden durch Chanel N°5 erstmals populär, dem ersten blumig-aldehydigen Duft, der einen außergewöhnlich hohen Anteil dieser Duftstoffe enthält.

Ambra:

Die Ambra oder der Amber (arab.) ist eine graue, wachsartige Substanz aus dem Verdauungstrakt von Pottwalen. Sie wurde früher bei der Parfumherstellung verwendet. Heute ist sie von synthetischen Substanzen weitgehend verdrängt und wird nur noch in wenigen exklusiven Parfums verwendet.

Benzoe:

Das wohlriechende Benzoeharz wird in der Regel in seiner Harzform angeboten. In der Parfumindustrie wird es wegen seines süßen, vanilligen und sehr haltbaren Duftes gerne eingesetz.

Bergamotte:

Die nach dem italienischen Städtchen Bergamo benannte Zitrusfrucht ist eine Kreuzung aus Bitterorange und Zitrone. Das ätherische Öl wird aus der Schale mittels Kaltpressung gewonnen. Der zuerst spritzige und süßfruchtige Duft verwandelt sich nach einiger Zeit in eine ölige und grüne Note. Perfekt für Eau de Colognes wie Kölnisch Wasser.

Eichenmoos:

Die strauchförmige Flechte wächst vorwiegend auf Laub- und Nadelbäumen, besonders auf der namensgebenden Eiche. In Europa weit verbreitet gilt das Eichenmoos als essenzielle Substanz in der Parfumproduktion und wird gerne als Grundlage jedes Chypre-Akkords eingesetzt. Wegen seiner manchmal allergische Reaktionen auslösenden Eigenschaft ist der Gebrauch von Eichenmoos in der EU seit 2010 stark eingeschränkt.

Frangipani:

Wer schon einmal die hawaiianischen Inseln besucht hat, ist der Frangipani-Blüte in Form von der berühmten Blumenkette begegnet. In tropischen Gefilden beheimatet, versprüht der Frangipani-Baum einen warmen, blumig betörenden Duft. Das gleichnamige Parfum ist eine Kreation des italienischen Parfumeurs Frangipani aus dem 12. Jahrhundert.

Freesie:

Leicht und frisch-blumig, fast pflaumenartig riecht die beliebte Schnittblume aus der Familie der Schwertliliengewächse. Ihren Ursprung hat die Freesie in Südafrika, seit dem 19. Jahrhundert ist sie auch in unseren Breitengraden vertreten. Verwendung findet die nach dem deutschen Entdecker Friedrich Heinrich Theodor Freese benannte Blume in stark femininen Duftwässerchen.

Galbanumharz:

Aus dem zähen, milchigen Harz der Galbanumpflanze wird dieser kräftig grüne und holzige Duft gewonnen. Der Gattung der Fenchelgewächse zugehörig, wächst die auch als Galbanumbaum bezeichnete Pflanze in der Türkei, in Syrien und im Iran. Besonders blumigen Düften verleiht Galbanumharz eine spezielle Note, als Basisnote dient es als Fixativ.

Gardenie:

Etwa 60 bis 250 Arten der Gattung Gardenie kommen in den tropischen und subtropischen Gebieten Afrikas, Madagaskars, Asiens und auf den Pazifischen Inseln vor. Den weißen Gardenienblüten wird ein intensiver, berauschender und aphrodisierender Duft nachgesagt. Edel und kostbar erscheint eine Parfumkreation mit dem Duft der Gardenie.

Grüner Tee:

Keine Sorte, sondern lediglich die Herstellungsart beschreibt die Bezeichnung „grüner Tee“. Denn anders als schwarzer Tee wird in dieser Variante der Tee nichtfermentiert. Ähnlich wie das Getränk hat auch der Duft von grünem Tee eine beruhigende und harmonisierende Wirkung. Seine milde Würzigkeit begegnet uns vermehrt in Wellness-Düften.

Heliotropin:

In der Chemie unter dem Begriff Piperonal bekannt, wird Heliotropin für die Parfumproduktion synthetisch hergestellt. Die Substanz riecht betörend süßlich nach Mandel und Vanille, in hoher Konzentration wirkt der Duft beinahe narkotisch. In der Natur wird dieser Duftstoff von der lila Heliotropblume freigesetzt.

Ingwer:

Dem Ursprung nach aus den Gebieten um den Indischen Ozean stammend, findet man die knollige Ingwerwurzel bereits in jedem gut sortierten Supermarkt. Als „Allheilmittel“ wird Ingwer nicht nur heimischen Gerichten beigefügt, sondern auch Parfums. Die holzig-warme und würzige Note findet Verwendung sowohl in Damen- als auch in Herrendüften.

Iriswurzel:

Vier Monate Trocknungszeit und das Schälen der Wurzel machen aus der Iriswurzel einen kostbaren Duftbaustein. Heute wird sie aus der Toskana und Marokko importiert. Ähnlich dem Veilchen versprüht diese Blume einen milden und lieblichen Duft, der sich trotz seiner aufwendigen Gewinnung großer Beliebtheit erfreut.

Jasmin:

Auch als „Königin der Nacht“ bezeichnet, vielleicht weil die Blüten vor Sonnenaufgang gepflückt werden, damit sie nichts von ihrer Duftintensität einbüßen. Hochwertiges Jasminöl kommt aus Italien, Grasse und Ägypten. Sinnlich, honigsüß, intensiv mit fruchtig-kräuterartigen Untertönen wird der Duft von Jasmin beschrieben, der in fast allen legendären Damendüften wie z.B. Guerlains Shalimar von 1925 enthalten ist.

Kardamom:

Das Gewürz, das zur Familie der Ingwergewächse gehört, stammt aus Indien, Tansania oder Guatemala. Anders als Ingwer wird das ätherische Öl nicht aus seiner Wurzel, sondern aus der Frucht gewonnen. Kardamom wächst an einem Busch, der etwas zwei bis drei Meter hoch wird. Orientalische Parfums profitieren von der exotischen Würzigkeit des Kardamom-Öls.

Koriander:

Schon 5.000 vor Chr. war Koriander in Babylon als Gewürz bekannt, aber erst im 17. Jahrhundert wurde in Nordeuropa daraus Öl für Parfums gewonnen. Mittels Wasserdampf-Destillation ist es möglich, das ätherische Koriander-Öl aus den Samen zu gewinnen. Der würzige, süße und ein wenig holzige Duft ist häufiger Bestandteil kraftvoller Herrendüfte.

Labdanum:

Schon im alten Ägypten wurde das Harz als Räucherwerk gebraucht. Gewonnen wird es im Mittelmeerraum aus verschiedenen Arten von Zistrosen. Diese schwitzen das Labdanum unter Sonneneinwirkung förmlich aus ihren Blättern. Der angenehm süße, etwas honigartige und balsamische Duft erinnert an Ambra und dient ebenfalls als Fixativ für andere Düfte.

Lavendel:

Für das violette Meer aus Lavendelfeldern ist die Provence in Frankreich weltberühmt. Aber auch in anderen Mittelmeerländern, vor allem an trockenen, warmen Hängen, kommt Lavendel besonders häufig vor. Der Duft von Lavendelöl ist erfrischend und balsamisch mit einem fein-holzigen Unterton und ist in fast allen Herrendüften vertreten.

Lemongras:

Zitronengras oder Sereh, wie es auch genannt wird, gehört zu den Grundzutaten der asiatischen Küche. Wie der Name schon verrät, ist nicht nur der Geschmack, sondern auch der Geruch von Lemongras zitronenartig. Neben anderen duftenden Süßgräsern wird Lemongras als Mittel gegen Stechmücken eingesetzt.

Limone:

Limetten oder kleine runde Limonen sind, verglichen mit Zitronen, sehr sauer und würziger. In der karibischen und amerikanischen Küche ist die Limette schon lange keine Seltenheit mehr. In Europa erfährt sie immer mehr Beliebtheit. Für die Parfumherstellung ist das ätherische Öl der Limone unentbehrlich, da es den Ingredienzen das gewisse Etwas verleiht.

Lotus:

Als Sinnbild für Reinheit, Treue und Erleuchtung ist die Lotuspflanze Heiligtum in vielen Religionen und asiatischen Ländern. Die rosa oder weißblühende Wasserpflanze verströmt einen süßen, fruchtigen, fein anisartigen Duft.

Maiglöckchen:

Die glockenförmigen Blüten waren bereits im 19. Jahrhundert bei Parfümeuren in Gebrauch. Heute wird der Duft des Maiglöckchens aufgrund der aufwendigen erarbeitung synthetisch nachgeahmt. Der liebliche Charakter und die grüne Kühle des Maiglöckchens veredeln zartblumige Parfums.

Moschus:

Ursprünglich aus dem animalisch und süß riechenden Sekret des in Westchina lebenden Moschushirsches gewonnen, erfolgt die Herstellung dieses betörenden Duftbestandteils heutzutage auf chemische Weise. Parfümeure bedienen sich seiner Eigenschaften vor allem bei orientalischen und verführerischen Kreationen.

Myrrhe:

Das Harz der ersten Stunde in der Parfumhistorie stand bei den Ägyptern und alten Römern in hohem Ansehen. Seit über 3.000 Jahren wird es als Heilmittel und Räucherstoff gebraucht. Die Essenz stammt aus dem Harz einer in der arabischen Wüste wachsenden Pflanze. Der mystisch, bittere Duft erinnert ein wenig an Lakritz und wird gerne als Kopfnote in Parfums eingesetzt.

Neroliöl:

Aus den Blüten der Bitterorange wird mittels Wasserdampfdestillation das sogenannte Neroliöl gewonnen. Sein Geruch hat eine frische, süße und rosig-zitrusartige Note. Lässt sich gut in Kombination mit anderen Duftstoffen in Rosen- und Blütenkompositionen unterbringen.

Opoponax:

Das Räucherharz wird in vielen Kulturen zum Schutz vor negativen Einflüssen genützt. Der Duft ist süß, warm, balsamisch und würzig. Es stammt aus der Familie der Myrrhe und ist im östlichen Afrika und im Nahen Osten zu finden.

Osmanthus:

Die immergrünen Sträucher oder Bäume sind hauptsächlich in Südostasien verbreitet. Vor allem die süßen Blüten werden als Gewürz oder in Teemischungen zu grünem Tee verarbeitet. Osmanthus verzaubert mit einem klaren, exotischen Duft und erinnert an eine Mischung aus Rosinen und Pflaumen.

Patchouli:

Das wohl meist verwendete Duftöl in der Parfumproduktion tanzt dank seiner speziellen Eigenschaften aus der Reihe. Es harmoniert gut mit Sandelholz, Rose, Lavendel und Bergamotte. In der Basis fördert es die Haltbarkeit des Parfums. Die indische und javanische Patchouli-Art erzeugt den unverwechselbaren Duft, der holzig-balsamisch, erdig und aromatisch anmutet.

Petitgrain:

Übersetzt „kleiner Samen“, wird das ätherische Öl heute aus Blättern und Zweigen von Orangen-, Zitronen- und Mandarinenbäumen gewonnen. In Parfumkreationen begegnet uns der herbe Zitrusduft häufig in der Herznote in vielen Eau de Colognes und frischen Herrendüften.

Sandelholz:

Der ostindische Sandelholzbaum ist in seinem Herkunftsland heilig. Erst nach 30 Jahren Wachstum bildet das Kernholz das ätherische Öl. Sandelholz ist einer der ältesten Duftstoffe in der Parfumherstellung, bleibt lange unverändert und riecht süß, weich und holzig-balsamisch. Der teure Rohstoff wird häufig durch das synthetische Sandranol ersetzt.

Tonkabohne:

Der Schmetterlingsbaum ist in den Ländern Südamerikas verbreitet, seine Samen enthalten das wertvolle Tonkabohnen-Öl. Wurden diese getrocknet und zerkleinert, kann daraus das Öl extrahiert werden. Das Ergebnis ist ein süß-balsamischer Duft, der an Weihnachtsgebäck erinnert.

Tuberose:

Die Blume ist seit dem 17. Jahrhundert in Europa bekannt und wird hauptsächlich in Marokko und Indien angebaut. Zu orientalischen Duftwässerchen passt der sinnlich-süße, honigartige und sahnige Geruch am besten.

Vanille:

Die Gattung Vanilla umfasst ca. 110 Arten und ist ein Urgewürz seit den Azteken. Das Aroma bringt Süße und Tiefe in jedes Duftwässerchen und ist vielseitig kombinierbar. Aus Mexiko stammend ist sie ein teurer Rohstoff, dessen synthetischer Ersatz Vanillin zwar preiswerter ist, aber keineswegs an die Qualität der echten Vanille heranreicht.

Veilchen:

An die 500 Veilchenarten wachsen vorwiegend in der gemäßigten Klimazone der Erde. Da die Extraktion von Veilchenöl schwierig ist, wird es synthetisch hergestellt. Der Duft ist intensiv, laubartig und grün, ideal für Chypre-Düfte und blumige Kreationen.

Vetiver:

Kuskusgras oder Vetivergras wächst in Asien, der Karibik und Brasilien. Das aus der Familie der Süßgräser stammende Gewächs wird für die Extrahierung des Öls ausgegraben und von der Wurzel getrennt. In dieser versteckt sich ein zähes Öl, das erdig-kühl und rauchig duftet.

Ylang-Ylang:

Gelb blüht der Ylang-Ylang-Baum inIndonesien und auf den Philippinen und riecht nach zwei Wochen Blütezeit nach Jasmin und Bittermandel. In seiner Form als ätherisches Öl erinnert der Duft an süße Bananen. Frühmorgens werden die Blüten des Baumes gepflückt, um das vollste Aroma zu erlangen.

Zeder:

Das wertvolle Zedernholz wird schon seit Jahrhunderten als Weihrauchbestandteil verwendet. Einen Palast aus dieser aromatischen Holzart ließ sich der babylonische König Nebukadnezar erbauen, um das holzige und süßliche Aroma um sich zu haben. Das Öl wird aus Abfällen und Sägemehl der amerikanischen Virginiazeder oder der Atlaszeder erzeugt.

Zibet:

Die Zibetkatze, eine Wildkatze in Ostafrika, wurde für die Absonderung des Sekrets in Käfige gesperrt und gequält. In konzentrierter Form riecht Zibet unangenehm, in Verbindung mit Duftölen dagegen warm, verführerisch und ledrig. Heute wird dieser Duftbestandteil ebenfalls synthetisch hergestellt.

Zitrone:

Viele leichte Eaux und frische Düfte haben als Ingredienz eine zitrische Note. Das Zitronenöl ist das Produkt eines Pressverfahrens von fast reifen Schalen einer Zitrone. Die aromatischsten Zitronen kommen aus Sizilien.