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Beauty-Victims haben es schon bemerkt: Im Internet kursieren zurzeit abenteuerliche Begriffe, wenn es um Make-up geht. AB hat die neuesten Techniken der Star-Visagisten unter die Lupe genommen. Worum es bei „Contouring, Baking, Strobing, Tontouring “genau geht und wie man es zuhause nachmacht.

CONTOURING

Schon im Hollywood der 40er Jahre wurde diese Technik verwendet, um die Gesichter der Leinwandgöttinnen zu modellieren. Dass heute wirklich jeder den Begriff „Contouring“ kennt, haben wir aber einer anderen Diva zu verdanken: Kim Kardashian, US-amerikanischer Reality-TV-Star. Sie machte Contouring zum absoluten Beauty-Trend rund um den Globus.

Was ist das genau?„Contouring bedeutet Dunkelschattierung und ist eine Technik, die Gesichtsform zu modellieren und optimieren. Höhen und Tiefen werden hervorgehoben“, erklärt Iris Martin, Make-up Artist für Astor. Dabei gilt: Je dunkler die Farbe, desto stärker treten die Hautpartien zurück, je heller, desto mehr fallen sie auf.

Welche Tools braucht man?„Einen schmalen, festen Rouge-Pinsel. Dazu ein Brozing-Powder oder einen dunkleren Gesichtspuder. Wer cremige Texturen bevorzugt, kann auch zu Modelliercreme oder Make-up greifen“,
so Iris Martin.

Was bringt’s?Am einfachsten ist die Anwendung mit Puder (im Vergleich zu einer Creme oder einem Make-up). „Greifen Sie zu einem um zwei Nuancen dunkleren Gesichtspuder.“ Damit werden dann verschiedene Gesichtspartien wie die Wangenknochen hervorgehoben, andere wie Nasenflügel oder Doppelkinn kaschiert. Runde Gesichter wirken so schmäler, große Nasen kleiner.

BAKING

Nein, wir haben es hier nicht mit dem aktuellsten Torten-Trend zutun. Nur der Name hat im weitesten Sinn mit „Backen“ zu tun: Concealer und Puder sollen durch die natürliche Körperwärme verschmelzen und so ein makelloses Make-up erzeugen.

Was ist das genau?„Baking ist eine spezielle Abdecktechnik, bei der man cremige Make-ups und Abdeckcremen großzügig abpudert“, so Martin Schmid, Make-up Artist von Chanel. Vor allem zum Kaschieren dunkler Augenringe wird Baking gerne angewendet.

Welche Tools braucht man? Einen Concealer, losen Puder und einen großen Puderpinsel. „Zuerst trägt man unter den Augen und am Kinn die Abdeckcreme auf, darüber wird eine üppige Schicht loser Puder aufgestäubt. Innerhalb der nächsten zehn Minuten verbinden sich die Zutaten durch die Körperwärme“, so Martin Schmid. Der Puder-Überschuss wird mit einem Pinsel abgenommen.

Was bringt’s?Der Concealer setzt sich im Laufe des Tages nicht ab und sieht perfekt ebenmäßig aus. Kleine Herausforderung: „Das richtige Verhältnis zwischen Abdeckprodukt und Puder zu finden, vor allem bei reifer Haut. Hier wirkt der Look schnell trocken und maskenhaft. Ein hauchdünner Puder mit lichtreflektierenden und weichzeichnenden Pigmenten sieht besonders schön aus“, so Martin Schmid.

STROBING

Der Trend für den Sommer 2016! Stars wie Beyoncé oder J.Lo haben ihn zu ihrem Markenzeichen gemacht: einen Teint, so taufrisch, als käme man gerade aus dem Urlaub. Das Geheimnis? Es werde Licht!

Was ist das genau?„Strobing bedeutet Highlighting. Es werden diejenigen Gesichtspartien betont, auf die Licht fällt – also der höchste Punkt des Wangenknochens, Nasenrücken, Lippenherz, Kinngrübchen und Stirnmitte“, erklärt Iris Martin von Astor. Im Gegensatz zum Contouring wird hier nur mit hellen Nuancen gearbeitet.

Welche Tools braucht man? Einen Pinsel mittlerer Größe, dazu Schimmer-Puder oder hellen Lidschatten. Wer es cremig mag, greift zu flüssige-wn Highlightern, Stiften oder Schimmercremen. Wichtig: „Puder sollte mit dem Pinsel, Creme mit dem Finger aufgetragen werden.“

Was bringt’s? „Dewy Skin“ im Handumdrehen. „Strobing ist ein echter Jungmacher – also auch perfekt für reife Haut.“ Damit es nicht übertrieben wirkt, gilt jedoch die Devise: Weniger ist mehr. „Verwenden Sie auch keine großen Glanzpartikel und keine zu weißen Produkte. Am meisten schmeicheln Gold- oder Rosé-Töne“, so Iris
Martin.

TONTOURING

Hört sich abenteuerlich an, ist aber der aktuellste Trend aus den USA und verspricht, dass man morgens direkt nach dem Aufstehen richtig gut aussieht. Die Wortschöpfung aus den beiden Begriffen „Tan“ und „Contouring“ lässt schon erahnen, worum es geht: Hier ist Selbstbräuner im Einsatz, um das Gesicht zu modellieren.

Was ist das genau?Tontouring wurde von Marissa Carter erfunden, Gründerin des Self-Tan-Labels Cocoa Brown. Sie dachte sich: Contouring ist schön und gut, hält aber nur einen Tag. Und welche Frau möchte nicht gleich morgens nach dem Aufstehen blendend aussehen? Also griff Carter zu Selbstbräuner und Pinsel – geboren war „Tontouring“.

Was braucht man? Einen hellen und einen dunkleren Selbstbräuner sowie einen Foundationpinsel. Zuerst wird mit dem helleren Self-Tan-Produkt das gesamte Gesicht „grundiert“. Dann definiert man mit der dunkleren Farbe die Konturen, etwa Wangenknochen und Stirn – wie beim normalen „Contouring“ auch. Wichtig: Als Abschluss alle Übergänge gut mit den Fingern verblenden.

Was bringt’s?Morgens fabelhaft aussehen ohne Make-up – der Traum jeder Frau. Der Effekt durch den Selbstbräuner hält dann rund drei bis fünf Tage. Einziger kleiner Wermutstropfen: Wer Angst hat, sich zu „vermalen“, sollte sich lieber in die Hände eines Profis begeben.